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Deckungsbeitrag-Rechner
Berechne den Deckungsbeitrag pro Gericht — oder ermittle umgekehrt den nötigen Verkaufspreis für deine Ziel-Deckungsbeitragsquote.
Der Deckungsbeitrag beantwortet die operative Frage: Was bleibt pro Gericht nach den variablen Kosten übrig, um Fixkosten und Gewinn zu decken? Der Rechner unten liefert dir in zwei Modi entweder den Deckungsbeitrag aus Verkaufspreis und Wareneinsatz — oder umgekehrt den Verkaufspreis, den du für deine Ziel-Deckungsbeitragsquote brauchst. Den Wareneinsatz pro Gericht ermittelst du vorher mit dem Wareneinsatz-Rechner.
Deckungsbeitrag aus Verkaufspreis und Wareneinsatz
Trage den Brutto-Verkaufspreis (was der Gast zahlt) und den Wareneinsatz pro Gericht ein.
Was der Gast auf der Speisekarte sieht.
Summe der Zutaten-Kosten pro Portion. Noch keinen Wert? Wareneinsatz aus Zutaten berechnen →
Variable Materialkosten pro Portion neben den Zutaten — z. B. Verpackung, To-go-Box, Einweggeschirr oder Serviette.
- Verkaufspreis brutto
- —
- − MwSt (19 %)
- —
- = Verkaufspreis netto
- —
- − Wareneinsatz
- —
- − Materialkosten
- —
- = Deckungsbeitrag
- —
- Deckungsbeitragsquote (vom Netto-VK)
- —
- Variable Kosten gesamt (Gegenseite der DB-Quote)
- —
- Wareneinsatz
- —
- Ziel-Deckungsbeitragsquote
- —
- Notwendiger Verkaufspreis netto
- —
- + MwSt (19 %)
- —
- = Notwendiger Verkaufspreis brutto
- —
- Entspricht Rohaufschlag
- —
Der Stück-Deckungsbeitrag deckt Fixkosten (Miete, Personal, Energie) und Gewinn ab. Für den Fixkostenanteil pro Gericht eignet sich der Fixkosten-Rechner.
Hol dir Rezeptrechner PRO Business
Der Rechner oben liefert den Deckungsbeitrag für ein Gericht. Wer die DB-Sicht für die ganze Speisekarte pflegen, Wareneinsatz aus Zutaten berechnen und nach Preisänderungen alles neu auswerten möchte, braucht eine Software — das übernimmt Rezeptrechner PRO Business.
Rezepte online speichern und jederzeit abrufen
Rezepte mit Zutaten und Mengen anlegen — der Wareneinsatz pro Gericht wird aus deinen Rohstoffpreisen berechnet.
Preise eingeben, speichern und zentral aktualisieren
Rohstoffpreise einmal hinterlegen — bei Lieferantenwechsel rechnet sich der Wareneinsatz aller betroffenen Rezepte neu.
Verkaufspreis ableiten und Speisekarte ableiten
Aus Wareneinsatz und Aufschlag den Verkaufspreis pro Gericht ermitteln und die Speisekarte mit Allergenen direkt aus den Rezepten exportieren.
Deckungsbeitrag: Formel und Beispiel
Der Deckungsbeitrag pro Gericht ist die Differenz zwischen Netto-Verkaufspreis und den variablen Kosten (vor allem dem Wareneinsatz). Er zeigt, was nach den direkt zurechenbaren variablen Kosten übrig bleibt, um Fixkosten und Gewinn zu decken.
Formel
Deckungsbeitrag = Verkaufspreis netto − variable Kosten
Variable Kosten = Wareneinsatz + ggf. variable Materialkosten (z. B. Verpackung, Einweggeschirr).
Deckungsbeitragsquote
DB-Quote = Deckungsbeitrag ÷ Verkaufspreis netto × 100
Rechenbeispiel
Ein Gericht für 14,90 € (brutto, 19 % MwSt) mit 3,50 € Wareneinsatz und 0,30 € Materialkosten (z. B. Verpackung).
| Verkaufspreis brutto | 14,90 € |
| − MwSt 19 % | − 2,38 € |
| = Verkaufspreis netto | 12,52 € |
| − Wareneinsatz netto | − 3,50 € |
| − Materialkosten netto | − 0,30 € |
| = Deckungsbeitrag | 8,72 € |
| Deckungsbeitragsquote | 69,7 % |
| Variable Kosten gesamt (Gegenseite der DB-Quote) | 3,80 € (30,3 %) |
Die 8,72 € Deckungsbeitrag müssen anteilig Miete, Personal, Energie, Versicherungen und am Ende den Gewinn decken. DB ist nicht Gewinn — es ist erst die Stufe, ab der die Fixkostendeckung beginnt.
DB, Aufschlag, Marge — was ist der Unterschied?
Drei Begriffe, eine Kalkulation aus drei verschiedenen Perspektiven. Wer sie nicht trennt, redet aneinander vorbei.
Vom Wareneinsatz aus
Aufschlag
Wieviel Prozent kommen auf den Wareneinsatz drauf?
3,50 € × (1 + 258 %) = 12,52 €
Vom Netto-VK aus
Marge / DB-Quote
Wieviel Prozent des Netto-VK sind Rohgewinn / DB?
9,02 € ÷ 12,52 € = 72 %
In Euro
Deckungsbeitrag
Wieviel Euro bleiben pro Gericht für Fixkosten und Gewinn?
12,52 € − 3,50 € = 9,02 €
Aufschlag und Marge/DB-Quote sind prozentuale Größen aus derselben Rechnung mit anderem Bezug. Der Deckungsbeitrag ist der absolute Eurobetrag, der für die Speisekarten-Steuerung am aussagekräftigsten ist — weil er sich auch mit der Verkaufsmenge multiplizieren lässt.
Branchenrichtwerte für die DB-Quote
Die Deckungsbeitragsquote ist die Gegenseite der Wareneinsatzquote: Liegt die Wareneinsatzquote bei 30 %, beträgt die DB-Quote 70 %. Klassische Werte je Konzept:
| Betriebsart | DB-Quote | WE-Quote |
|---|---|---|
| Bar / Café (getränkelastig) | 75–82 % | 18–25 % |
| Restaurant (klassisch) | 65–72 % | 28–35 % |
| Systemgastronomie | 66–70 % | 30–34 % |
| Imbiss / Schnellgastronomie | 62–70 % | 30–38 % |
| Fine Dining | 60–65 % | 35–40 % |
Richtwerte aus Branchenpublikationen und DEHOGA-Veröffentlichungen. Konkrete Werte hängen vom Konzept, Standort und Speisekarten-Mix ab.
Häufige Fehler beim Deckungsbeitrag
Deckungsbeitrag mit Gewinn verwechseln
Ein Deckungsbeitrag von 9 € pro Gericht ist nicht 9 € Gewinn. Vom DB müssen anteilig Miete, Personal, Energie, Versicherungen und Verwaltung getragen werden. Erst was danach übrig bleibt, ist Gewinn.
Brutto-VK statt Netto-VK
Wer den Brutto-Verkaufspreis direkt vom Wareneinsatz abzieht, rechnet die Mehrwertsteuer fälschlich in den Deckungsbeitrag. Der DB wirkt dadurch deutlich höher, als er tatsächlich ist. Saubere DB-Rechnung erfolgt immer auf Netto-Basis.
Nur Stück-DB betrachten, Verkaufsmenge ignorieren
Ein Gericht mit 12 € DB und 20 Verkäufen pro Tag bringt weniger zum Betriebsergebnis bei als eines mit 6 € DB und 80 Verkäufen. Die strategisch wichtigste Kennzahl ist nicht der Stück-DB allein, sondern der Gesamt-DB = Stück-DB × Verkaufsmenge.
Niedrig-DB-Gerichte ohne Cross-Selling-Effekt streichen
Bevor du ein Gericht aus der Karte nimmst, weil sein DB niedrig ist: Prüfe, ob es als Frequenzbringer Gäste in den Betrieb holt, die dann andere DB-starke Gerichte mitbestellen. Pommes mit niedrigem DB können zu Pommes-mit-Steak-Bestellungen führen — und das Steak macht die Marge.
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Häufige Fragen zum Deckungsbeitrag
- Was ist der Deckungsbeitrag in der Gastronomie?
- Der Deckungsbeitrag ist das, was pro Gericht nach Abzug der variablen Kosten (vor allem Wareneinsatz) vom Netto-Verkaufspreis übrig bleibt. Aus diesem Betrag werden die Fixkosten gedeckt — was danach noch bleibt, ist Gewinn.
- Wie berechne ich den Deckungsbeitrag pro Gericht?
- Vom Verkaufspreis netto (Brutto-Preis minus MwSt) den Wareneinsatz abziehen. Das Ergebnis ist der Stück-Deckungsbeitrag in Euro. Geteilt durch den Netto-Verkaufspreis ergibt sich die Deckungsbeitragsquote in Prozent.
- Wie hoch sollte die Deckungsbeitragsquote sein?
- Das hängt vom Konzept ab: Bar/Café 75–82 %, klassisches Restaurant 65–72 %, Systemgastronomie 66–70 %, Fine Dining 60–65 %. Niedrigere DB-Quoten lassen sich nur über höhere Verkaufsmengen wirtschaftlich tragen.
- DB, Aufschlag und Marge — was ist der Unterschied?
- Aufschlag bezieht sich auf den Wareneinsatz (Prozent oben drauf). Marge und DB-Quote beziehen sich auf den Netto-Verkaufspreis (Prozent davon). Der Deckungsbeitrag selbst ist ein absoluter Eurobetrag — deshalb für die Speisekarten-Steuerung besonders aussagekräftig, weil er mit der Verkaufsmenge multipliziert werden kann.
- Was bedeutet ein negativer Deckungsbeitrag?
- Ein negativer DB heißt: Der Wareneinsatz liegt über dem Netto-Verkaufspreis. Jedes verkaufte Gericht produziert direkten Verlust — und das vor den Fixkosten. Solche Gerichte gehören umkalkuliert oder von der Karte, es sei denn sie haben starken Cross-Selling-Effekt auf DB-starke Begleiter.
- Sollte ich Gerichte mit niedrigem DB aus der Karte nehmen?
- Nicht automatisch. Niedrig-DB-Gerichte können als Frequenzbringer dienen oder typische Mitbestellungen anstoßen. Vor dem Streichen prüfen: Wie hoch ist der Gesamt-DB (Stück-DB × Menge), und löst das Gericht DB-starke Begleitverkäufe aus?
- Ist der Rechner wirklich kostenlos?
- Ja, kostenlos und ohne Anmeldung direkt im Browser nutzbar. Für die DB-Analyse über die ganze Speisekarte aus eigenen Rezepten und Rohstoffpreisen brauchst du die Rezeptrechner-Software — die kannst du in der DEMO ebenfalls kostenlos ausprobieren.