Kostenlos für Restaurants, Bars, Cafés & Bistros

Aufschlagkalkulation

Berechne den Verkaufspreis deiner Gerichte aus Wareneinsatz und gewünschtem Aufschlag — mit Mehrwertsteuer, Rohgewinn und Marge auf einen Blick.

Die Aufschlagkalkulation ist das klassische Verfahren der Speisepreis-Bildung: Du gehst vom Wareneinsatz aus und legst einen prozentualen Aufschlag drauf, der Fixkosten, Personalkosten und Gewinn decken soll. Der Rechner unten ermittelt direkt den Brutto-Verkaufspreis sowie Rohgewinn und Gewinnmarge. Den Wareneinsatz für ein konkretes Rezept berechnest du vorher mit dem Wareneinsatz-Rechner.

Verkaufspreis aus Wareneinsatz und Aufschlag

Trage den Wareneinsatz pro Gericht ein, wähle Aufschlag und Mehrwertsteuersatz — der Rechner liefert Verkaufspreis, Rohgewinn und Marge.

Summe der Zutaten-Kosten pro Portion. Noch keinen Wert? Wareneinsatz aus Zutaten berechnen →

250 %
50 % 800 %
Wareneinsatz (netto)
Aufschlag (250 %)
Verkaufspreis (netto)
MwSt (19 %)
Verkaufspreis (brutto)
Rohgewinn
Gewinnmarge (vom Netto-VK)

Der Rohgewinn muss noch Fixkosten und Personalkosten decken — was übrig bleibt, ist Gewinn. Für den Fixkostenanteil pro Gericht eignet sich der Fixkosten-Rechner.

Hol dir Rezeptrechner PRO Business

Der Rechner oben kalkuliert den Verkaufspreis für ein Gericht. Wer die Aufschlagkalkulation für die ganze Speisekarte führt, Rohstoffpreise aktuell hält und Preise zentral nachsteuern möchte, braucht eine Software — das übernimmt Rezeptrechner PRO Business.

1

Rezepte online speichern und jederzeit abrufen

Rezepte mit Zutaten und Mengen in der Cloud anlegen — der Wareneinsatz wird aus deinen Rohstoffpreisen berechnet.

2

Aufschlag setzen, Verkaufspreis ableiten

Pro Gericht oder pauschal: Aufschlag eintragen — und der Verkaufspreis wird sofort kalkuliert. Bei Lieferantenpreisänderung rechnet sich alles neu.

3

Speisekarte mit Allergenen erzeugen

Aus den kalkulierten Rezepten direkt eine LMIV-konforme Speisekarte mit Preisen, Allergenen und Zusatzstoffen exportieren.

Wareneinsatz ist die Basis — woher kommt der Wert?

Die Aufschlagkalkulation setzt den Wareneinsatz pro Gericht als gegebene Eingangsgröße voraus. Dieser Wert ist aber keine Schätzung — er ergibt sich aus den Zutaten deines Rezepts und den Einkaufspreisen der Rohstoffe. Wer den Wareneinsatz nur grob übern Daumen ansetzt, kalkuliert die Aufschlagstufe auf Sand — mit allen Folgekosten.

Die vollständige Kalkulationskette

1

Zutaten × Rohstoffpreise = Wareneinsatz pro Gericht

Pro Rezept jede Zutat mit Menge und Einkaufspreis erfassen. Die Summe geteilt durch die Portionen ergibt den Wareneinsatz pro Portion. → Wareneinsatz-Rechner

2

Wareneinsatz × (1 + Aufschlag) = Verkaufspreis netto

Auf den Wareneinsatz den Rohaufschlag rechnen, der Fixkosten, Personal und Gewinn decken soll. Das ist die Stufe, die der Rechner oben übernimmt.

3

Verkaufspreis netto + MwSt = Verkaufspreis brutto

Mehrwertsteuer (19 % im Haus, 7 % außer Haus) draufrechnen — das ist der Preis, den der Gast auf der Speisekarte sieht.

Saubere Aufschlagkalkulation beginnt also schon eine Stufe vorher: bei der Zutaten-Erfassung und gepflegten Rohstoffpreisen.

Aufschlagkalkulation: Formel und Beispiel

Die Aufschlagkalkulation bildet den Verkaufspreis in drei Stufen: erst Aufschlag auf den Wareneinsatz, dann Mehrwertsteuer auf den Netto-Verkaufspreis. Was am Ende der Gast bezahlt, ist der Brutto-Verkaufspreis.

Formel Netto

Verkaufspreis netto = Wareneinsatz × (1 + Aufschlag ÷ 100)

Formel Brutto

Verkaufspreis brutto = Verkaufspreis netto × (1 + MwSt ÷ 100)

Rechenbeispiel

Ein Gericht mit 3,50 € Wareneinsatz, 250 % Aufschlag und 19 % Mehrwertsteuer.

Wareneinsatz (netto)3,50 €
Aufschlag 250 % auf Wareneinsatz+ 8,75 €
Verkaufspreis netto12,25 €
MwSt 19 % auf Netto-VK+ 2,33 €
Verkaufspreis brutto14,58 €
Rohgewinn (vor Fixkosten)8,75 €
Gewinnmarge vom Netto-VK71,4 %

Die 8,75 € Rohgewinn sind vor Fixkosten und Personal. Was nach Miete, Energie, Personal, Versicherungen und Marketing übrig bleibt, ist der eigentliche Gewinn.

Aufschlag vs. Marge

Die zwei Begriffe werden in der Praxis oft verwechselt — sie beschreiben dieselbe Kalkulation aus zwei verschiedenen Perspektiven.

Vom Wareneinsatz aus

Aufschlag

Wieviel Prozent kommen auf den Wareneinsatz drauf? Beispiel: 3,50 € Wareneinsatz × 250 % Aufschlag = 8,75 € Aufschlag.

Aufschlag = Rohgewinn ÷ Wareneinsatz × 100

Vom Verkaufspreis aus

Marge

Wieviel Prozent des Netto-Verkaufspreises sind Rohgewinn? Beispiel: 8,75 € Rohgewinn ÷ 12,25 € Netto-VK = 71,4 % Marge.

Marge = Rohgewinn ÷ Netto-VK × 100

250 % Aufschlag und ~71 % Marge sind dieselbe Kalkulation. Wer beide Werte nicht trennt, kommuniziert mit Lieferanten, Steuerberater oder Branchenbenchmarks an einander vorbei.

Branchenrichtwerte für den Aufschlag

Klassische Aufschlagsätze in der Gastronomie. Konkrete Werte hängen vom Konzept, Standort und Wettbewerb ab — die Bandbreiten sind Erfahrungswerte aus der Praxis.

Speisen

Konzept Aufschlag
Mittagstisch / Tageskarte200–280 %
Restaurant Abendkarte250–400 %
Fine Dining300–500 %
Imbiss / Schnellgastronomie180–260 %

Getränke

Kategorie Aufschlag
Heißgetränke (Kaffee, Tee)600–900 %
Softdrinks / Säfte400–700 %
Bier vom Fass400–600 %
Wein offen (Schoppen)300–500 %
Wein Flasche200–300 %
Spirituosen (4 cl)600–1.000 %

Getränke tragen typischerweise höhere Aufschläge als Speisen — deshalb gilt die Getränke-Marge in vielen Konzepten als Margen-Motor des Betriebs.

Häufige Fehler bei der Aufschlagkalkulation

Aufschlag mit Marge verwechseln

Wer mit 70 % Aufschlag kalkuliert, aber 70 % Marge meint, drückt seine Verkaufspreise um ein Vielfaches. Aus 4 € Wareneinsatz werden mit 70 % Aufschlag 6,80 € Netto-VK — mit 70 % Marge dagegen 13,33 €. Faktor 2.

Nur Wareneinsatz aufschlagen, Fixkosten ignorieren

Der Aufschlag deckt nicht nur die gewünschte Gewinnspanne, sondern auch Miete, Personal, Energie und Versicherungen. Wer den Aufschlag zu knapp ansetzt, bekommt am Monatsende ein böses Erwachen — egal wie sauber die Wareneinsatz-Kalkulation war.

Alle Gerichte mit dem gleichen Aufschlag

Ein flacher Einheits-Aufschlag ignoriert die Mix-Logik: Günstige Beilagen vertragen oft höhere Aufschläge, teure Premium-Komponenten (z. B. Steak) eher niedrigere. Wer differenziert, hält die Speisekarte attraktiv und die Marge stabil.

Mehrwertsteuer nicht sauber getrennt

Im Haus 19 %, außer Haus 7 % — wer beide Geschäftsfelder bedient und das nicht sauber trennt, kalkuliert eine der beiden Seiten falsch. Bei Lieferdiensten oder Take-Away ist die Bruttopreis-Rechnung eine andere als am Tisch.

Häufige Fragen zur Aufschlagkalkulation

Wie berechne ich den Verkaufspreis mit Aufschlag?
Wareneinsatz pro Gericht ermitteln, gewünschten Rohaufschlag in Prozent draufrechnen — das ergibt den Netto-Verkaufspreis. Mehrwertsteuer (19 % im Haus, 7 % außer Haus) draufrechnen, und du hast den Brutto-Verkaufspreis. Genau das macht der Rechner oben.
Welcher Aufschlag ist in der Gastronomie üblich?
Klassisch werden Speisen mit 200–400 % Rohaufschlag kalkuliert, Getränke deutlich höher (400–1.000 %). Konkrete Werte hängen vom Konzept ab — eine Übersicht findest du in der Tabelle oben.
Aufschlag und Marge — was ist der Unterschied?
Der Aufschlag bezieht sich auf den Wareneinsatz (z. B. 250 % Aufschlag auf 4 € = 14 € Verkaufspreis netto). Die Marge bezieht sich auf den Verkaufspreis (10 € Rohgewinn ÷ 14 € Netto-VK = ~71 % Marge). Beide beschreiben dieselbe Kalkulation aus unterschiedlichen Perspektiven.
Muss der Aufschlag die Fixkosten decken?
Ja. Der Rohgewinn, der aus dem Aufschlag entsteht, muss Miete, Personal, Energie, Versicherungen und deinen Gewinn finanzieren. Wer nur den Wareneinsatz im Blick hat und die Fixkosten nicht einrechnet, kalkuliert systematisch zu knapp.
Achtet das Finanzamt auf den Aufschlag?
Ja. Das Bundesfinanzministerium veröffentlicht jährlich eine Richtsatzsammlung mit branchenüblichen Rohgewinnaufschlagsätzen, an denen sich Betriebsprüfungen orientieren. Liegt dein Aufschlag dauerhaft deutlich unter den Branchenrichtwerten, kann das bei einer Prüfung Anlass für Nachfragen oder eine Hinzuschätzung sein — vor allem bei bargeldlastigen Betrieben.
Ist der Rechner wirklich kostenlos?
Ja, kostenlos und ohne Anmeldung direkt im Browser nutzbar. Für die Aufschlagkalkulation aus eigenen Rezepten und Rohstoffpreisen brauchst du die Rezeptrechner-Software — die kannst du in der DEMO ebenfalls kostenlos ausprobieren.